Die Schaden- und Unfallversicherung entwickelt sich stabil. Die Profitabilität steigt, wie unter anderem die Combined Ratio zeigt. Mit Innovationen festigt UNIQA die Themenführerschaft und spricht neue Kunden an.
Die Schaden- und Unfallversicherung ist nach Prämien betrachtet die größte Sparte in der UNIQA Group. Sie umfasst Sachversicherungen für Privatpersonen und Unternehmen sowie die private Unfallversicherung. In der Schaden- und Unfallversicherung verrechneten wir 2014 gruppenweit 2,6 Milliarden Euro an Prämien – das sind rund 43 Prozent des gesamten Prämienvolumens.
Basis für den Erfolg – die Schaden- und Unfallversicherung
Gesamt
Gut verankert // |
CEE
Starke Position // |
Grundsätzliches zur Schaden- und Unfallversicherung
Die Schadenversicherung deckt den Bedarf aufgrund eines Schadens ab. Beispiele sind Sachversicherungen wie die Feuerversicherung oder die Kfz-Kaskoversicherung sowie die Haftpflichtversicherung. Es gilt das Prinzip der konkreten Bedarfsdeckung: Die Versicherungsleistung ist durch die Versicherungssumme, den Versicherungswert und die Schadenhöhe bestimmt. Im Gegensatz dazu ist die Unfallversicherung eine Summenversicherung: Die Versicherungsleistung wird vorab genau festgelegt.
Der mit Abstand größte Anteil am Volumen in der Schaden- und Unfallversicherung kommt aus dem Privatkundengeschäft. Die meisten Schaden- und Unfallversicherungsverträge werden kurzfristig – mit bis zu drei Jahren Dauer – abgeschlossen. Die breite Streuung über sehr viele Kunden und die verhältnismäßig kurze Laufzeit ermöglichen einen moderaten Kapitalbedarf und machen dieses Geschäftsfeld attraktiv.
Profitabilität erhöht und Combined Ratio gesenkt
Eine wichtige Messgröße für die Schaden- und Unfallversicherung ist die Combined Ratio – das Verhältnis von Versicherungsleistungen und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu Prämien. Je niedriger diese Kennzahl ist, umso profitabler verläuft das Geschäft. Seit dem Start unseres Strategieprogramms UNIQA 2.0 arbeiten wir kontinuierlich an der Stärkung unserer operativen Ertragskraft. An der Verbesserung der Combined Ratio, die wir seit 2011 jedes Jahr senken konnten, lässt sich der Erfolg unserer Arbeit ablesen. So haben wir 2014 eine Combined Ratio nach Rückversicherung für die Gruppe von 99,5 Prozent erreicht – nach 99,8 Prozent im Jahr 2013, 101,3 Prozent im Jahr 2012 und 104,9 Prozent im Jahr 2011.
Wir konnten wegen Hochwassern in Südosteuropa sowie Großschäden bei Klein- und Mittelunternehmen unser Ziel für 2014 nicht ganz erfüllen. Wir sind jedoch auf einem guten Weg, die operative Ertragskraft in der Schaden- und Unfallversicherung weiter zu steigern: Ab 2016 planen wir eine Combined Ratio in der UNIQA Group von ungefähr 96 Prozent.
Kerngeschäft weiter verbessert
Combined ratio // |
Sicherheit und Innovation
Wir arbeiten laufend an Innovationen für die Sicherheit unserer Kunden. Ein Beispiel ist SafeLine: Diese in Österreich einzigartige Kfz-Versicherung wurde 2014 mit einer neuen, kompakten GPS-Box inklusive CrashSensor ausgestattet. Der Notfallknopf ist kabellos und kann beliebig im Auto angebracht werden. Ein weiteres Beispiel ist die UNIQA Unwetterwarnung per SMS und E-Mail, die wir gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum UBIMET anbieten. Die erfolgreiche Kooperation wurde um sechs weitere Jahre bis 2020 verlängert.
Im Jahr 2014 haben wir zudem die Rechtsschutzversicherung und die Versicherung von Haus und Wohnung für Privatpersonen in Österreich um neue Bausteine – zum Beispiel zu Patientenverfügung und Mediation – ergänzt. Die Überarbeitung der Angebote in der betrieblichen Sachversicherung werden wir 2015 abschließen.
SafeLine für KFZ // |
Unwetterwarnung // |