Wirtschaftliches Umfeld

Die globale Konjunktur zeigte 2025 erneut ein heterogenes Bild. Das verarbeitende Gewerbe blieb schwach, insbesondere in Europa, wo Deutschland, Frankreich und Österreich weiterhin unter strukturellen Belastungen litten. Der Dienstleistungssektor stabilisierte jedoch die Lage: Der PMI der Eurozone lag im Sommer bei rund 53 Punkten. Für die Eurozone wird 2025 ein Wachstum von etwa 1,3 Prozent erwartet, getragen von Spanien (knapp 3 Prozent), Frankreich (1,2 Prozent) und Italien (1,0 Prozent). Deutschland zeigte eine moderate Erholung, Österreich nach dem Rückgang im Jahr 2024 ein leichtes Plus von rund 0,5 Prozent.

Die geldpolitischen Rahmenbedingungen blieben unterstützend. Die EZB senkte die Leitzinsen viermal um je 25 Basispunkte auf 2 Prozent. Die Inflation der Eurozone bewegte sich zum Jahresende bei ca. 2 Prozent, in Österreich jedoch deutlich darüber. Belastend wirkten neben politischen Unsicherheiten in EU-Kernländern der ungelöste Ukraine-Konflikt und die US-Zollpolitik. Der Arbeitsmarkt blieb trotz dieser Faktoren stabil; ein Anstieg der Arbeitslosigkeit wurde in der Eurozone 2025 nicht beobachtet. Die Diskussion über die Einhaltung der Maastricht-Kriterien sorgte erneut für Druck auf hochverschuldete Mitgliedstaaten und belastete die wirtschaftliche Stimmung.

Die US-Wirtschaft expandierte 2025 um rund 2 Prozent, getragen von einem robusten Konsum. Die Inflation sank langsamer als erwartet und lag bei 2,5 Prozent, die Federal Reserve senkte die Fed Funds Target Rate auf die obere Bandbreite von 3,75 Prozent. Die Umsetzung neuer US-Zölle unter Präsident Trump schuf zusätzliche Unsicherheit und wirkte dämpfend auf den Welthandel.

In China blieb die Lage im Industriesektor angespannt. Der Immobilienmarkt verschlechterte sich weiter; unvollendete Projekte und schwache Verkaufsmärkte belasteten die Aktivität. Die Regierung reagierte mit einer Exportoffensive, häufig flankiert von aggressiven Preisstrategien.

Die Anleihenmärkte waren 2025 volatil, stabilisierten sich jedoch zum Jahresende. Österreichische zehnjährige Staatsanleihen rentierten im Jahresverlauf bei rund 3 Prozent. Die Spreads italienischer Papiere entwickelten sich solide, französische blieben aufgrund der deutlich steigenden Schulden leicht zurück.

Die globalen Aktienmärkte setzten ihren Aufwärtstrend im Jahr 2025 fort, wobei die europäischen Aktienmärkte andere Weltregionen klar übertrafen. Der S&P 500 stieg aufgrund des Dollarverfalls nur um 4,5 Prozent, der MSCI World um 6 Prozent, wohingegen der DAX um 23 Prozent und der ATX um 51 Prozent wuchsen.